Shanghai Disney Resort und Hongkong Disneyland – das Doublefeature in zwölf Tagen – so geht’s!

Mit diesem Bericht über meine Asienreise in die Resorts in Shanghai und Hongkong möchte ich zwei Dinge erreichen. Zum einen will ich euch mitnehmen auf eine traumhafte Reise mit unvergesslichen Disneymomenten, Freudentränen und Magie. Zum anderen möchte ich euch dabei möglichst viele Tipps mitgeben, falls ihr ebenfalls diese Reise plant. Dabei werde ich auch einige Tipps für Fluglinien, Hotels usw. geben. Die Nennung der Marke ist immer unbezahlte Werbung. Eines vorweg: Es lohnt sich definitiv und diese Reise wird noch ewig in meiner Erinnerung und in meinem Herzen bleiben.

Buchung und Vorbereitung

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich Beamter und daher liegt mir immer sehr viel an einer guten Planung und Vorbereitung. In diesem Falle ist diese aber auch wirklich notwendig und erleichtert euch vor Ort den Aufenthalt und entstresst euch. Zudem ist nicht wirklich viel zu tun. Bei den Vorbereitungen konnte mir auch super Rico helfen, der bereits vor mir in Shanghai und Hong Kong war.

Die Reise sollte zwölf Tage vom 15. April bis 26. April dauern, da ich in Shanghai den Park vier Tage und in Hongkong den Park drei Tage ansehen wollte. Dazu wollte ich je einen Tag die jeweiligen Städte ansehen. Die restlichen Tage waren reine Flugtage. Wichtig ist, dass ihr euren Aufenthalt in Shanghai startet und dann nach Hongkong weiterfliegt und nicht umgekehrt. Hintergrund hierfür ist die sogenannte 144 Stunden Regelung, die eine visumsfreie Einreise nach Shanghai über den Flughafen Pudong für 144 Stunden erlaubt. Die 144 Stunden beginnen am nächsten vollen Tag deiner Einreise. Du darfst dabei die Stadt Shanghai nicht verlassen und musst zudem auch wieder über den Flughafen Pudong ausreisen- und zwar in ein Drittland, in diesem Fall Hongkong, da diese Stadt Sonderverwaltungsrecht genießt. Durch diesen „Trick“ sparst du dir pro Person über 125 Euro Visumsgebühr. Achtet aber bitte unbedingt darauf, dass eure Reisepässe am Tag des Abflugs noch mindestens ein halbes Jahr gültig sind.

Ich buchte also über ein Flugportal im Internet für den 15.4.2019 einen Gabelflug über Helsinki mit Finnair nach Shanghai (um die Hälfte billiger als ein Direktflug), für Sonntag den 21.04. einen Weiterflug nach Hongkong und für den Rückflug am 26.4. wieder einen Gabelflug über Helsinki zurück.

Anschließend buchte ich die Hotels. Für Shanghai haben wir uns für das Novotel Clover entschieden. Dieses hat einen kostenlosen Bustransfer vom Flughafen zum Hotel und zurück sowie einen kostenlosen Transfer vom Hotel zum Disney Resort. Die Karten für den Aufenthalt im Park kann man erst etwa einen Monat vorher über die Shanghai App bestellen. Da wir aber 4 Tage blieben, lohnte sich ab diesem Tag schon eine Jahreskarte, zudem man mit dieser noch zusätzliche Prozente auf Merchandise und Restaurants erhält. Die Jahreskarte ist mit wenigen Klicks auf der Shanghai Disney Resort App bestellbar.

Für Hongkong stand für mich eine Sache fest! Wir müssen ins Disneylandhotel! Da die Preise für Hotels in Hongkong meiner Meinung nach eh gesalzen sind, machte dies keinen gewaltigen Unterschied mehr und wenn man die Preise des Disneyland Hotels in Paris kennt, kommt es einem schon andererseits schon fast wieder vor wie ein Schnäppchen. Das Hotel liegt direkt neben dem Park am Ufer und ist traumhaft schön! Zur Buchung eines der Disneyhotels geht man einfach auf die Webseite des Parks, wählt sein Hotel aus (Das Resort hat drei wunderschöne Hotels) und wählt gleichzeitig seine Zusatzoptionen. Wir haben uns für das tägliche Frühstück im Cafe Walt’s im Hotel entschieden sowie zu drei Tagen Park, die man bei gleichzeitiger Buchung des Hotels günstiger bekommt. Wenn man früh genug bucht, wird das Zimmer zudem zum Surpremezimmer aufgestockt. So hatten wir sogar ein Zimmer mit Balkon und zwei Doppelbetten.

Über die Klook-App haben wir zudem vergünstigte Essensvoucher für das Hongkong Disneyland besorgt, die man ausdrucken und an der Kasse des Parks in „echte“ Voucher umwandeln kann.

Zuguterletzt leisteten wir uns für den Stadttag in Hongkong eine fünfstündige Tour mit einem deutschsprachigen Guide über Getyourguide.

In Shanghai wird das Internet zudem zensiert und es gibt somit kein Facebook und kein Whatsapp. Daher solltet ihr euch am Abreisetag einen VPN-Server (z.B. VPN Express) zulegen, solange ihr noch in Deutschland seid.

Der Tag der Abreise

Nachdem wir am Vortag unsere Koffer mit vielen kurzen Hosen für Hongkong und wenigen langen Hosen für die etwas frischeren Nächte in Shanghai gepackt haben, ging es am späten Vormittag endlich Richtung Flughafen. Bei Einchecken standen wir aber dann vor einem großen Problem. Der Mann beim Check-in-Schalter wusste nichts von besagter 144-Stunden-Regelung und wollte uns ohne Visum nicht einchecken. Es dauerte tatsächlich über eine halbe Stunde, bis er den entsprechenden Paragraphen fand. Ihr müsst normalerweise beim Check-in angeben, dass ihr diese Regelung in Anspruch nehmen wollt und mit euren Buchungsdaten belegen können, dass ihr Shanghai auch wieder über Pudong rechtzeitig verlasst und nach Hongkong weiterreist.

Der Flug lief ab dort aber problemlos. Die Fluglinie bot für den langen Flug von Helsinki nach Shanghai jede Menge Marvel und Disneyfilme. Mein Tipp: versucht dennoch ein paar Stunden zu schlafen, um dem Jetlag entgegenzuwirken.

Am Flughafen Pudong angekommen, mussten wir nun zuerst ein langes Prozedere auf uns nehmen. Zunächst werden von jedem Einreisenden elektronisch Fingerabdrücke genommen. Danach gehst du nach unten in die große Sicherheitscheck-Halle und gehst nach ganz links zum großen Schild mit dem 144h-Transfer. Bei mäßigem Andrang dauert es dort dennoch etwa eineinhalb Stunden, bis du an der Reihe bist. Fülle dort den Einreisezettel aus und zeige entweder deine E-Tickets für die spätere Weiterreise nach Hongkong oder deinen Flugplan vor. Du musst auch angeben, in welchem Hotel du zu dieser Zeit unterkommst.

Wichtig ist nun, dass ihr sofort am nächsten Geldautomaten im Terminal Geld holt oder dort wechselt. Ein Euro sind etwa 8 Yuan. Beachtet allerdings die Gebühren. Leider haben wir durch das lange Aufnahmeprozedere unser kostenloses Shuttle verpasst, sodass wir mit dem Taxi zum Hotel fuhren. Hier ist es ganz wichtig, einen Zettel mit dem Namen des Hotels in chinesischer Schrift dabei zu haben! Die Chinesen können nur sehr selten Englisch! Die Fahrt zum Hotel dauert etwa 20 Minuten. Dort angekommen wirst du erneut registriert. Da wir Early-Check-In im Hotel buchten, konnten wir auch gleich unsere Zimmer beziehen (Ortszeit war etwa 12 Uhr). Das W-lan im Hotel (und später auch im Park) funktioniert einwandfrei, eine Telefonkarte war deshalb nie notwendig. Wichtig ist nur, dass die mobilen Daten ausgeschaltet sind.

Ab ins Shanghai Disney Resort

Natürlich konnte ich es kaum erwarten und nachdem wir uns im Hotel etwas frisch machten, ging es auch schon mit einem der Shuttles ins Resort. Schon von Weitem sah man das gigantische Schloss aufblitzen! Und was soll ich sagen? Es ist einfach wunderschön und beeindruckend. Da am Nachmittag natürlich keine Warteschlange mehr da war, konnten wir direkt durch zur Kasse, um unsere Jahreskarten, die wir per App gekauft haben, in „echte“ Karten umzutauschen. Die Kassen hierfür mussten wir erst suchen. Sie befinden sich an der rechten Seite des Kassenhäuschenterminals. Verständigen muss man sich dann mit Händen und Füßen, da meist nur einer der jeweiligen Castmember Englisch kann. Kurz darauf waren wir stolze Besitzer der Jahreskarte.

Der nächste Weg führte uns zur City Hall, um festzustellen, dass dort nicht das war, was wir vermuteten. Der Gästeservice befindet sich stattdessen noch vor dem „Fakebahnhof“ auf der rechten Seite.

Dort reservierten wir einen Tisch für die Royal Bankett Hall. Normalerweise muss man hierfür eine chinesische Nummer wählen, aber wenn man erklärt, dass man dies nicht tun kann mit einem Handy aus dem Ausland, rufen die Castmember für einen an und reservieren für dich.

Da wir Jahreskarten haben, die an allen Tagen außer samstags gelten, haben wir auch das Recht, eine bestimmte Anzahl an vergünstigtem Merch und Restaurants zu genießen. Allerdings ist dies etwas komplizierter als in Paris. Für die Vergünstigungen muss man nämlich die „WeChat“-App runterladen und von dort seine Gutscheine aufladen. Das funktioniert bei europäischen Handys allerdings nicht. Das Problem ist dem Resort bekannt. Daher teilte man uns mit, dass wir, wenn wir etwas kaufen oder in einem Restaurant essen wollen, dem jeweiligen Castmember sagen „No Wechat“. Dieser ruft dann seinen Englisch sprechenden Vorgesetzten, der einem dann den Rabatt gewährt.

Unser letztes Anliegen im Service Center betraf meine Schwerbehinderung. Dazu legte ich meinen Ausweis und ein Attest auf Englisch vor, das bestätigte, dass ich nicht lange Anstehen kann. Daraufhin erhielten wir eine Art „Orangene Karte“ wie in Paris, auf dem man eine Rückkehrzeit für den Einlass eingetragen bekam, die der Wartezeit entsprach. Unser erstes Abenteuer sollte sogleich „Soarin“ sein.  Zudem musste ich zur Erkennung einen Celebrating-Button tragen und es wurde ein Bild von allen Begleitern gemacht, das an die Karte angeheftet wurde. Die Karte muss jeden Tag neu gemacht werden.

Bei bestem Wetter lag nun ein aufregender Park vor uns! Und wie gigantisch er ist! Wir schritten die Mickey-Avenue entlang auf das gewaltige Schloss und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dort, wo sich in Paris der Hub befindet, ist ein riesiger, wunderschöner Garten mit Blumen, Hecken, Statuen, dem Karussell und Dumbo. Einfach traumhaft angelegt.

Nach der langen Reise stärkten wir uns mit einem Crepe mit Schinken und Käse am Ende der Mickey-Avenue. Es war strahlender Sonnenschein und wir genossen den Blick auf das Schloss.

Soarin befindet sich auf Adventure Isle, das zusammen mit Treasure Cove unserem Adventurland ähnelt- wenn auch deutlich größer und beeindruckender. Mit unserer Karte bekamen wir sehr schnell Zutritt zum Fastpass-Eingang. Dennoch warteten wir dort noch etwa eine halbe Stunde. Aber das lohnte sich. Soarin kann man nicht beschreiben, das muss man erleben. Aber was schreibe ich da? Dieser Satz gilt für fast jede Attraktion in diesem Park. Was dort auf die Beine gestellt wurde, ist einfach großartig.

Hat man mit der „Easy Access Card“ eine Attraktion abgehakt, kann man sich an den einzelnen Infopoints eine neue Attraktion eintragen. Ich wollte dringend zu Pirates 🙂 im Übrigen gibt es in Shanghai auch ein Fastpass-System. Diese kann man sich, wenn man früh genug aufsteht, an einem Punkt des jeweiligen Themenbereichs ziehen. Ansonsten gibt es auch bezahlbare Fastpässe. Ich denke aber, diese lohne sich nur Freitags und am Wochenende wirklich.

Pirates war atemberaubend! Ich bin der Meinung, das ist die beste Disney-Attraktion, die ich je gefahren bin. Ich finde schon Pirates in Paris wirklich gut, aber das toppt alles, was man sich in seinen kühnsten Träumen nur vorstellen kann. Was für eine unfassbare Leistung. Es fällt schwer, zu beschreiben, was man dort sehen kann und ich will auch nicht spoilern. Nur alleine dieser Ride ist es schon wert, nach Shanghai zu kommen.

Am Ende der Fahrt kannst du dir dein Onridebild holen. Dazu scannst du deinen Fotopass einfach unter dem entsprechenden Bild ein. In Shanghai gibt es nur Ein-Tages-Fotopässe zu kaufen. Diese kannst du im Shop an der gleiche Stelle wie Floras in unserer Mainstreet erwerben.

Als nächstes ging es zum Seven-Dwarfs-Minetrain. Was soll ich sagen? Selbst wenn man hierfür an ruhigen Tagen schon fast eineinhalb Stunden warten muss, lohnt sich auch dieser Ride allein schon wegen seines Darkride-Parts. Die sieben Zwerge tun alles, um dir die Fahrt unvergesslich zu machen.

Am Abend gingen wir im Disneytown- eine Art Disney Village, allerdings mit Schwerpunkt auf Markenshops und Restaurants – zum Essen. Wir suchten uns bewusst ein traditionell chinesisches Restaurant aus und ließen den Abend im Resort damit ausklingen. Mit dem letzten Bus um halb zehn (der Park selbst schließt um 9 nach dem Feuerwerk) ging es zurück ins Hotel. Gegenüber des Hotels befindet sich ein kleines Kiosk, bei dem wir uns für wenig Geld mit Getränken für den nächsten Tag eindeckten.

Aufregende Tage im Shanghai Disney Resort

Die nächsten drei Tage standen dann von morgens bis spät abends im Zeichen des gewaltigen Parks. Zwar musste man für die Sicherheitskontrolle am Morgen (insbesondere am Freitag) eine Stunde Zeit einplanen, aber die lohnte sich jeden Tag bei bestem Wetter um die 25 Grad immer wieder auf’s Neue!

Der Park ist in jeder Hinsicht einfach gigantisch. Das fängt schon bei den Laufwegen an. Man sollte immer gut seine Laufwege planen. Doppelte Wege rächen sich sonst irgendwann. Ihr werdet deutlich mehr Wegstrecke zurücklegen als in Paris. Denkt also an gute Schuhe.

Im Tomorrowland sticht natürlich besonders Tron hervor. Ihr solltet auf jeden Fall versuchen, einmal eine Fahrt bei Nacht mit dem Coaster zu erleben. Ich glaube, das war eine der schönsten Achterbahnfahrten, die ich je erlebt habe.

Will man zur Abwechslung mal einen Burger, dann ist man dort ebenfalls richtig, direkt über der wohl besten Buzz Lightyear-Version, die ich je sah, befindet sich der Galactic Grill. Ich kann ihn echt nur wärmstens empfehlen. Wir haben übrigens die Erfahrung gemacht, dass man fast leere Restaurants vorfindet, wenn man pünktlich zur Mittagszeit isst. Eine Stunde später hingegen waren sie proppenvoll.

Das Fantasyland hat eine Vielzahl an wirklich gut gemachten Attraktionen, neben dem Maze und Voyage to Cristall Grotto stach vor allem Peter Pan heraus. Der klassische Ride wurde dort auf ein neues Level gehoben. Eine Fahrt damit dürft ihr auf keinen Fall verpassen. Besonders leckeres Essen findet ihr in diesem Themenbereich bei Rapunzel. Sucht euch dort einen Platz im Hinterhof. Es ist dort sehr leise und man kann etwas abschalten vom Trubel.

Pirates Cove und Adventure Isle hat neben Prates of the Caribbean und Soarin sehr viel zu bieten. Hier empfehle ich euch für den Abend die Roarin Rapids. Eine Wildbachfahrt, bei der ihr garantiert nass werdet. In der Attraktion selbst kann di für etwa einen Euro Regencapes erwerben. Sei bloß nicht geizig und kauf sie, du wirst sehen warum;-)

Meine Empfehlung zum Essen in diesem Bereich ist bei Barbossa. Hier kannst du, ähnlich wie in Paris und Anaheim auf die Pirates of the Carribean schauen. Allerdings handelt es sich bei dem Restaurant um einen Counter, was das Vergnügen deutlich erschwinglicher macht.

Wer auf Meet and Greets mit Charactern steht, ist in Shanghai goldrichtig. Die meisten Einheimischen interessieren sich – abgesehen von den Prinzessinnen – nicht sehr für Character. Selten wartet man länger als zwanzig Minuten für eine Figur. Selbst bei Mickey, bei dem die Schlange etwas länger scheint, wird effizient gearbeitet. Im Marvelzelt steht ab und an ein unangekündigter Marvelcharacter, vielleicht habt ihr Glück. Sollte eine Line für einen Character schon geschlossen sein, dann lasst euch sagen, wann er wieder kommt. Der Castmember wird es dir immer sagen und du kannst sicher sein, dann dein Bild zu bekommen. Es verging nie ein Tag, an dem man nicht mindestens eine Hand voll Character abbekam.

Meine besondere Empfehlung ist die Pirates Stunt Show. Sie ist absolut spektakulär, besonders, da die Show am Anfang etwa lahm daherkommt und sich phänomenal steigert. Glaubt mir, ihr werdet aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Auch das Frozen Singalong in der chinesischen Version ist mehr als sehenswert.

Was ihr aber auf keinen Fall verpassen solltet ist zum einen die Parade. Dazu müsst ihr euch rechtzeitig einen Platz suchen, wenn ihr im Schatten sitzen wollt. Wir haben zu lange gewartet und hatten einen Platz in der prallen Sonne, was sich mit Sonnenbrand rächte. Für diese Plätze genügt es übrigens, kurz vor knapp an der Paradenroute zu erscheinen.

Zum anderen müsst ihr mindestens einmal „Ignite the dream“ sehen, das Shanghai-Pendant zu „Illuminations“ in Paris. Aber stürzt euch nicht ins Gedränge, sondern schaut euch die Show von Weitem aus an. Das Schloss ist riesig. Ihr habt von überall einen angenehmen Blick. Mein Geheimtipp: Die Brücke zum Parkplatz außerhalb des Resorts bietet einen optimalen Blick!

Mein persönliches Highlight war das Character-Dinner in der Royal Bankett Hall, die sich mitten im Schloss befindet. Das Essen war unglaublich lecker und es machte extrem viel Spaß, Mickey und Co in ihren tollen royalen Outfits zu treffen.

Mein Fazit für diesen Park: Unbeschreiblich schön und ich konnte dort jede Sekunde genießen. Er ist ein absolutes Muss für alle, die auf Disneyfeeling, spektakuläre Rides und Shows und auf perfekt gemachtes Theming stehen- ein rundum gelungener Park, der sich von anderen Disneyparks teils deutlich unterscheidet. Man merkt, er wurde sehr auf die Bedürfnisse der Chinesen zugeschnitten und man spürt auch diese Achtung vor der großartigen Kultur in China. Beide Daumen nach oben – und noch viel viel weiter!

Ein Tag in Shanghai

Am Samstag machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Shanghai. Dazu nutzen wir die U-Bahn, deren Haltestelle sich nicht sehr weit vom Hotel befindet. Das System ist wirklich sehr einfach zu verstehen. Am Automaten gibt man einfach seinen Zielort an und nach einer kurzen Taschenkontrolle geht man einfach zu seiner entsprechenden Linie.

Wir starteten am Yu Garden, um dort den wunderschönen Garten, das alte Teehaus und den dortigen Tempel anzuschauen und fuhren dann am Mittag mit der Fähre (es geht auch die grünen Linie zwei Haltestelle Lojiazui) zum Shanghai Tower, um einen faszinierenden Blick von oben zu erleben und gingen anschließend zu Fuß zum Disneystore bei der Mall gegenüber des Fernsehturms.

Anschließend fuhren wir zum People’s Square, um das geschäftige Treiben dort zu beobachten. Gegen Abend fuhren wir eine Station weiter zur Nanjing Road, um von dort den Massen Richtung Flussufer zu folgen, damit man die Skyline bei Nacht bewundern konnte. Diesen Anblick werde ich nie vergessen. Unbedingt machen!

Flug nach Hongkong

Sehr früh am Sonntagmorgen fuhren wir mit dem Taxi zum Terminal 2, um nach Hongkong weiterzufliegen. Beim Check-in gab es diesmal keine großen Prozeduren und alles lief wie man es auf einem normalen Flug gewohnt ist. Leider hatte unser Flug aber 6 Stunden Verspätung, sodass wir die Zeit auf dem Flughafen totschlagen mussten. Nach einer halben Ewigkeit flogen wir dann nach Hongkong weiter. In Hongkong gibt es wiederum nur eine kleine Gepäck- und Ausweiskontrolle und man ist schon in der Ankunftshalle. Dort empfiehlt es sich, gleich Geld am Automaten zu holen (ein Euro sind etwa 9 Hongkong Dollar), damit man das Taxi ins Resort bezahlen kann. Nehmt dazu aber wirklich ein Taxi! Das braucht nur 15 Minuten, die U-Bahn über eine Stunde! Da wir einen Guide für die Stadt gebucht hatten und uns die Taxikosten immer teilten, verzichteten wir auf die Anschaffung der sogenannten Octopus-Card (eine Prepaid-Dauerkarte für die U-Bahn), die sich aber ansonsten lohnt. Aber das muss jeder selbst entscheiden- ich bin da ehrlich etwas bequem und steige lieber in ein Taxi. Am Taxistand werdet ihr von einem Concierge gefragt wo ihr hinwollt, da auch hier die Taxifahrer selten Englisch können. Generell können hier aber deutlich mehr Menschen Englisch, besonders die Älteren, die dieses Fach unter englischer Flagge noch als Pflichtfach hatten, bevor China dies 1997 änderte. Das Wetter ist übrigens tropisch warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Nur im Winter ist es mit 15 Grad für zwei Monate etwas kühler.

Ankunft im Hotel

Als wir im Disneyland Hotel ankamen, spürte man sofort wieder die Disneymagie allgegenwärtig. Das Hotelpersonal empfing uns sehr freundlich und ging auch auf Sonderwünsche (ebenerdiges Zimmer) ein. Wir erhielten unsere Eintrittskarten und sofort Buttons wegen unseres „Namenstags“ und welche für den „first visit“. Das Zimmer war einfach nur traumhaft und wartete mit einem unglaublichen Ausblick auf. Wasserkocher für Tee und Kaffee, ein Kühlschrank, ein Tresor, Bademäntel etc. gehörten zur Grundausstattung. Zudem lagen im Zimmer einige Gutscheine zum Shoppen und weitere Services bereit. Da es schon spät war, verschoben wir unseren Plan, zum Inspiration Lake zu laufen, der einen 7/11 für Getränke hat, auf den nächsten Tag und entschlossen uns, im Hollywoodhotel Abend zu essen, da ich jedes Hotel in der kommenden Woche anschauen wollte. Daher aßen wir am nächsten Abend übrigens auch im Explorers, um auch dort das Hotel näher anzuschauen. Ansonsten verbrachten wir die Abende in der Bar und Lobby des Disneyland Hotels, da dort immer gegen 21 Uhr ein Character nebst Musik auf uns wartete oder gingen an den Pool, der übrigens eine tolle Rutsche hat.

Der Innenhof des Hong Kong Disneyland Hotel

Drei aufregende Tage im Hongkong Disneyland Park

 Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel (wir waren die einzigen im Frühstücksraum) gingen wir Richtung Park, der sich etwa zehn Gehminuten vom Hotel weg befindet. Die Kontrollen gehen dort sehr schnell und schon ist man am Eingang, der für Hotelgäste ein schnellere Schlange bereit hält. Insgesamt war aber an keinem der drei Tage viel Betrieb, sodass niemand lange warten musste. Als Jahreskarteninhaber kann man sich auch einen früheren Eintritt als 9.30 Uhr sichern, was aber in meinen Augen unnötig ist. Kurz vor der offiziellen Öffnung werden ein oder zwei Besucher ausgewählt, die mit einem kleinen Ritual den Park öffnen dürfen. Am ersten Tag waren sogar Mickey und Minnie bei der Zeremonie dabei.

Auch in Hongkong gibt es Fastpässe, aber nur für zwei Attraktionen. Ansonsten muss man sich den Priority Zugang erkaufen. Aber es war unter der Woche sehr wenig los, sodass auch dies fast unnötig ist. Für Schwerbehinderte gibt es in Hongkong das gleiche System der grünen Karten wie in Paris, nur sind dort die Karten braun, heißen Guest Assistance Card und müssen jeden Tag in der City Hall neu ausgestellt werden. Im Übrigen gibt es Schwerbehindertenrabatt nur für Einwohner von Hongkong. Das System der Photopässe funktioniert so wie in Shanghai. Ladet euch definitiv vorher die HKDL-Photopass App runter, solange ihr gutes Netz habt, wobei im Park und im Hotel das Netz recht gut war.

Bei unserem Besuch befand sich das Schloss im Umbau, aber das tat der Disneystimmung keinen Abbruch. Bei schönstem Wetter durch den Park zu streifen, erfüllte meine Disneyseele ganz und ganz.

Der Park verfügt über einige Attraktionen, die einmalig in Disneyparks sind. Ganz neu ist der Darkride Antman and the Wasp, eine düstere Version des Buzz Lightyear Rides. Richtig gut gemacht! Meinen Disneymoment mit den ersten Tränen hatte ich in der ebenso einmaligen Attraktion Iron Man Experience, als wir virtuell über den Park flogen. Plötzlich hatte ich einen Kloß im Hals und es war um mich geschehen. Die It’s a small world-Version des Parks ist ebenso sehr gut gelungen. Besonders die liebevoll eingebauten Disneycharacter machen die Fahrt um Klassen besser als in Paris. Ebenso einzigartig ist Mystic Point mit dem Darkride Mystik Manor. Der trackless Ride durch ein Haus, dessen Inventar lebendig wird, ist einfach unfassbar gut gemacht! Allein diese Attraktion reicht schon aus, um zu sagen, es ist wert, in diesen Park zu gehen. Grizzly Gulch ist die Hongkong-Version des Big Thunder Mountain und wartet mit einer großen Überraschung während der Fahrt auf, die ich euch aber hier nicht spoilern will. Neben diesen einzigartigen Rides hat der Park auch viele sehr süß und liebevoll gemachte kleinere Attraktionen, die die Tage im Fluge vergehen lassen.

Characterhunter kommen in diesem Park voll auf ihre Kosten. Ähnlich wie in Shanghai sind die Meets and Greet außerordentlich gut organisiert und jeder bekommt seinen Lieblingsschnappschuss. Sollte eine Line geschlossen sein, so gilt auch hier nachzufragen, wann und wo sie wieder auftauchen. Hier kommt jeder auf seine Kosten und bekommt seinen Character.

Zwei Shows bzw. eine Show und eine Parade dürft ihr auf keinen Fall verpassen: die König der Löwen -Show im Adventureland ist einfach perfekt gemacht und ein absolutes Muss! Am Abend dürft ihr euch die Paint the Night Parade auf keinen Fall auslassen. Das ist mit Abstand die schönste Show die ich je gesehen habe.

Mein Fazit: Hongkong Disneyland hat es mir wirklich angetan! Der Park ist nicht besonders groß, im Gegenteil, er ist sogar recht klein. Auch hat er nicht unbedingt die aller spektakulärsten Attraktionen. Aber er ist mit soviel Disneyspirit gefüllt, dass es einem sehr schwer fällt, nicht vor Freude in Tränen auszubrechen. Der perfekte Disneypark!

Ausflug nach Hongkong

Wie bereits erwähnt buchten wir einen Guide, der uns die Stadt zeigen sollte. Das stellte sich im Nachhinein als die absolut richtige Entscheidung heraus, da wir sehr viel Spaß mit Claudia hatten, die als ursprüngliche Düsseldorferin und nun in Hongkong lebend, uns die Stadt zeigte.  Treffpunkt war im Shangri La Hotel, das wir mit dem Taxi für etwa 20 Euro erreichten. Von dort aus ging es an der Oper entlang zur Fähre, die uns in den ursprünglichen Stadtteil Hongkongs brauchte. Neben vielen Erklärungen über die dortige Architektur, Kultur und Insiderecken führte sie uns zu einer wunderschönen katholischen Kirche und entlang der längsten Rolltreppe der Welt zu einem Tempel, in dem sie uns die religiösen Rituale dort näher brachte. Am Ende der Tour führen wir mit dem Taxi auf den Peak, um die atemberaubende Stadt von oben zu bewundern. Von dort aus ging es mit dem Taxi zurück ins Hotel, um die letzten zwei Tage im Park zu verbringen, bevor wir uns am Freitag wieder auf den Rückflug machten.

Resümee:

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick mit vielen Tipps geben. Ich kann euch nur sagen, dass ich diese Reise niemals vergessen werde und die Zeit in den beiden Resorts einfach unglaublich war. Das Disneyfeeling, das einen in dieser Zeit umgibt, ist einfach unfassbar. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Reise machen konnte. Solltet ihr noch Fragen haben, dann schreibt mir und ich hoffe, ich kann euch weiterhelfen.