Die „Don’ts“ im Disneyland Paris – was sollte man nicht tun?

Das Disneyland Paris ist ein Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen, mit dem Ziel, den glücklichsten Ort der Welt zu besuchen.

Aber auch an diesem Ort gibt es Regeln, damit Disneyland Paris genau dieser Ort bleibt. Als Besucher, der häufiger in das Resort kommt, fällt immer wieder auf, dass einige Besucher diese Regeln entweder nicht kennen oder nicht darüber nachdenken, warum es diese Regeln gibt. Das führt gelegentlich zu Frust sowohl bei den fleißigen Castmembern, die um die Einhaltung dieser Regeln bemüht sind als auch bei den Gästen der Parks, die unter diesen Verstößen leiden. Welche Regeln sind das eigentlich? Die Regeln sind auf der Homepage nur schwer zu finden, daher möchte euch die wichtigsten hier kurz vorstellen.

1. Keine Selfiesticks! Diese sind im gesamten Parkgelände verboten! Am besten gar nicht erst einpacken. Sie behindern die Sicht der Besucher und sind insgesamt ein großes Ärgernis.

2. Das Rauchen (auch von E-Zigaretten) ist nur in den dafür vorgesehenen Bereichen gestattet. Wo sich diese befinden, könnt ihr in der App einsehen. Besonders in den Warteschlangen sind Glimmstängel für alle Gäste sehr unangenehm.

3. Kein Alkohol, Glasflaschen oder gefährliche Gegenstände wie Schweizer Messer etc. Diese werden dir schon bei der Taschenkontrolle abgenommen und entsorgt oder du musst sie zurück zum Auto bringen. Also denke schon vor dem Betreten des Resorts daran, was du dabei hast.

4. Keine Hunde (außer medizinische Begleithunde)! Es gibt allerdings in der Nähe des Parkplatzes eine Hundestation, in der ihr euren Vierbeiner lassen könnt. Aber zum Gassi gehen müsst ihr euren Liebling wieder holen. Dies wird nicht übernommen.

5. Kleidung! Besucher mit provokativer Kleidung (besonders anzügliche Kleidung oder anzügliche Sprüche) werden nicht in die Parks gelassen! Achtet bitte auch darauf, dass sich nur Kinder verkleiden dürfen, Erwachsenen ist nur ein Boundingerlaubt (Kleidung, die an eine Disneyfigur angelehnt ist, z.B. farblich). Verkleidungen sind ansonsten nur an speziellen Abenden zulässig, was meist vorher angekündigt ist. Vermummungen und Masken sind grundsätzlich verboten. Nebenbei mal kein Verbot, sondern ein Gebot: gute, feste Schuhe helfen ungemein im Resort.

6. Grünflächen, Deko und Bühnen nicht betreten! Das ist eines der Dinge, die mir im Park immer wieder negativ aufstoßen. Nur, um noch eine bessere Sicht zu haben oder ein besonders tolles Foto, betreten viele Besucher Bereiche, die durch Absperrungen, Zäune oder Geländer klar als nicht betretbar gekennzeichnet sind. Dadurch wird Deko zerstört oder die mühsame Arbeit der Gärtner niedergetrampelt. Das schaut nicht nur nicht schön aus, sondern erhöht auch die Kosten des Parks und somit die Eintrittspreise.

7. Nicht laufen, rennen oder vordrängeln! Diese Regel wird sogar zu Beginn des Tages jedem Besucher durch Lautsprecher mitgeteilt. Bei so vielen Gästen ist es auch schlicht gefährlich, zu schnell durch die Massen zu spurten.

8. Häufig wird behauptet, es sei ebenso verboten, Essen mit in den Park zu nehmen. Dieses noch heute sich hartnäckig haltende Gerücht stammt aus den Anfangszeiten des Parks, in denen dies tatsächlich verboten war. Aber keine Sorge, dies gilt schon lange nicht mehr. Aber versucht dennoch auch den ein oder anderen Snack im Park oder besucht ein Restaurant. Auch das Essen gehört zu einem Disneybesuch unbedingt dazu.

Dies sind die wichtigsten Regeln, die Disney selbst für den Besuch im Disneyland Paris vorgibt.

Für das Tokyo Disney Resort gilt zusätzlich, dass nach Möglichkeit keine Tattoos sichtbar sein sollten, da diese mit der hiesigen Mafia in Verbindung gebracht werden.

In Shanghai waren zudem weitere Vorschriften notwendig, um das Verhalten der Besucher an europäische und amerikanische Verhältnisse anzugleichen.

Viele der vorgestellten Regeln sind im Grunde Selbstverständlichkeiten und ihr wundert euch sicher, warum man diese überhaupt verschriftlichen musste. Sie haben nämlich prinzipiell alle den gleichen Tenor: Nehmt Rücksicht aufeinander. Daher ist es mir wichtig, eine weitere Verhaltensregel zu nennen, die zwar nicht offiziell von Disney in Paris aufgestellt wurde, die aber meines Erachtens nach dringend wie in Tokyo mit aufgenommen werden müsste: Das Problem der Schulterkinder. Viele Eltern nehmen ihr Kind für eine bessere Sicht auf die Schultern, damit sie bei Paraden und Shows etwas sehen können. Dabei vergessen sie, dass die Person hinter ihnen dadurch nichts sehen kann. Einige Eltern haben dieses Problem längst erkannt und halten die Kinder hoch, allerdings nicht höher als der eigene Kopf. Gleiches gilt auch oft für Hüte und Mickeyohren, die in anderen Parks schon grundsätzlich abgenommen werden müssen.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkle bringen und euch damit auf euren Besuch des glücklichsten Ortes der Welt ein Stück vorbereiten. Die wichtigste Regel aber habe ich mir für den Schluss aufgehoben: Genießt den Ort in vollen Zügen!

Jürgen