Bericht zu unserer Reise ins Disneyland Shanghai

Nach langem Warten ging es am 25.08.2017 endlich los Richtung Shanghai. Der Flug war doch länger als erwartet (ich kann im Flieger einfach nicht schlafen), aber alle Zeit geht vorbei und schließlich kamen wir an. Senkende Hitze und eine irre hohe Luftfeuchte schlugen uns direkt entgegen.

Nachdem wir uns am Ankunftstag ausgeruht und die nähere Umgebung des Hotels erkundet haben, ging es am ersten Urlaubstag direkt nach Shanghai City zum Disneystore. Laut Internet handelt es sich dabei und den derzeit größten Store der Welt.

Bereits von Weitem sahen wir den hohen Turm mit Mickey Uhr in die Shanghaier Luft ragen. Als wir eeeendlich auf dem Vorplatz standen, konnte ich meine Aufregung kaum noch zügeln in den Store zu laufen – aber auch das Beet in Mickey Form, sowie Staturen der Classic Freunde wollten bestaunt werden.

Nach einer kurzen Fotorunde ging es dann endlich in den Store, wobei uns direkt am Eingang eine kühle Brise um die Nase wehte – geil Klimaanlage – es war so verdammt heiß.

Wir betraten den Store und als erstes fiel uns ein großes Schloss auf, welches ungefähr in der Mitte des Ladens stand. Man konnte durch dies durchgehen und wurde im Inneren von Belle und Biest begrüßt – alle machten Fotos. Von den klassischen Figuren, über die Prinzessinnen bis hin zu den Marvel Helden und Star Wars war alles vertreten. Hier wäre jeder fündig geworden. Nur I-Aah war nur einmal vertreten – wurde dafür aber direkt eingepackt.

Wir (beide blond, also exotisch) waren im Store der Mittelpunkt. Neben den normalen Gästen war auch das Personal stets um uns bemüht. Wir bekamen direkt Sticker zugesteckt und freuten uns sehr darüber. Zu dem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, was das Ganze noch für Ausmaße annehmen sollte.

Fazit des Stores für uns – absolut magisch und es gibt einiges an Merchandise, welches von Deutschland aus nur schwer zu bekommen ist. Die meisten Sachen allerdings sind auch hier bekannt und erhältlich. Durch viele Figuren die Stehen oder von der Decke hängen, das große Schloss und eine Videowand, die abwechselnd Neuigkeiten oder Klassiker, sowie Werbung für Disney-Apps und Co zeigt, wird man direkt nach Betreten in die Disneywelt versetzt – vorausgesetzt natürlich man möchte dies.

Nach noch ein wenig bummeln ging es mit der Metro (die wirklich seeehr einfach zu nutzen ist) zurück zum Hotel – Kräfte sammeln für 5 Tage Disneyland Shanghai.

Aufgrund der Tatsache, dass dieses Disneyland gerade erst seinen 1 Geburtstag gefeiert hat, ist alles noch sehr neu, sehr modern und in einem super Zustand. Das einzige, was uns jeden Tag aufs Neue gestört hat, waren die Besucher, was aber in der chinesischen Kultur begründet und nicht änderbar ist – dazu aber später mehr.

Eine Übersicht über den Park an sich und die einzelnen Bereiche und Attraktionen:

Angekommen auf dem Parkplatz läuft man, ähnlich wie in Paris, einen Weg entlang und kommt dann am Disney Village, welches hier Disneytown heißt, vorbei zum Eingang. Zuerst ist die Taschenkontrolle zu passieren, was aufgrund des Andranges jeden Tag etwas gedauert hat. Anschließend kommt der eigentliche Eingang mit erneuter Wartezeit.

Wir haben unsere Tickets vorab online gekauft, sodass wir direkt zum Drehkreuz gehen konnten. Anhand des Reisepasses werden die jeweiligen Tickets dann ausgedruckt. Interessant hierbei ist, dass für jedes Ticket ein Foto vom Gast geschossen wird, welches über einen QR Code für die CM´s ersichtlich ist.

Nach der ersten Warterei ist man schließlich im Park und steht vor einem Blumenhügel mit Mickey. Im Hintergrund erhebt sich der Eingangsbereich mit der Aufschrift Disneyland Shanghai, sowie einem Banner für den 1. Geburtstag des Parks. Ein absolut beliebtes Fotomotiv wie wir festgestellt haben.

Auch hier gibt es einen Verleih für Kinderwägen und Rollstühle.

Sobald man durch den Eingang gegangen ist, gelangt man direkt auf die Mickey Avenue (wie die Main Street in Paris). Viele bunte Häuser stehen links und rechts, welche Läden und Restaurants beherbergen. Der typische Barber Shop (hier allerdings nur zum Anschauen, ohne wirkliche Funktion) ist ebenfalls zu finden.

Neben der Mickey Avenue hat das Disneyland Shanghai folgende Themenbereiche: Gardens of Imagination, Tomorrowland, Fantasyland, Treasure Cove und Adventure Isle.

Die Mickey Avenue entlang läuft man direkt auf das Schloss zu. Eine Statue von Walt und Mickey stehen vor den Gardens of Imagination und laden zu Fotos ein.

Auch wenn sich das Disneyland Shanghai natürlich sehr an den amerikanischen Vorbildern orientiert, so finden sich vor allem in den Gardens of Imagination chinesische Einflüsse. Neben einer Wand an der alle chinesischen Tierzeichen als Disneyfiguren dargestellt sind, gibt es dort ein großes chinesisches Restaurant.

In den Gardens of Imagination befinden sich außerdem die Attraktionen Dumbo, the flying Elephant, dass Fantasia Carousel, Marvel Universe (wo man u.a. Captain America und Spiderman treffen kann), Meet Mickey und die Bühne.

Das Tomorrowland ist sehr futuristisch gestaltet und auch die Hintergrundmusik ist passend gewählt. Hier sind neben einer kleinen Bühne die Attraktionen zu Buzz Lightyear, TRON, Stitch und Star Wars zu finden.

Buzz Lightyear Planet Rescue ist wie in Paris, nur viel moderner. Die Pistolen im Wagen sind rot und grün, sodass man sich besser von seinem Gegner unterscheiden kann. Wenn man getroffen hat leuchten die Zielscheiben farblich passend auf und die Pistolen vibrieren. Das hat uns sehr gefallen.

Alles zu Star Wars ist in einem kleinen extra Gebäude untergebracht, wobei es sich auf einige Treffen mit Figuren und Ausstellungsstücke beschränkt.

Die Achterbahn TRON ist im Tomorrowland die Hauptattraktion und macht irre viel Spaß. Man sitzt auf einem Motorrad und wird über die Bahn geschossen. Vor allem in der letzten Reihe war das Kribbeln im Bauch richtig stark.

Da man auf dieser Attraktion keinerlei Gegenstände bei sich haben darf, muss jeder seine Sachen in einem Schließfach aufgeben. Dies war ebenfalls sehr einfach, da man an einem Monitor nur die Anzahl der Gepäckstücke angeben und ein Passwort vergeben musste. Man bekam dann automatisch sein Fach zugeteilt und hatte dies für 2 Stunden gratis, allerdings mit der Option auf kostenpflichtige Zusatzzeit.

Über das Tomorrowland gelangt man ins Fantasyland mit Peter Pan´s Flight, einem Bereich zu Winnie Pooh, dem Enchanted Storybook Castle, dem Labyrinth von Alice, einer Minenbahn, einer Tour per Boot und einem Theater, in dem bei unserem Besuch Frozen A Sing Along gezeigt wurde.

Peter Pan´s Flight ist inhaltlich natürlich identisch, lediglich ein wenig anders umgesetzt.

Im Winnie Pooh Bereich gibt es den Hunny Pot Spin, welcher wie die verrückten Teetassen in Paris ist, nur eben mit Honigtöpfen in denen man sitzt. Außerdem kann man in The many adventures of Winnie the Pooh durch eine Geschichte von ihm und seinen Freunden fahren, die sehr liebevoll und detailgetreu gestaltet ist.

Das Schloss enthält neben kleinen Läden, dem „Beauty Salon für kleine Prinzessinnen“, dem Restaurant für das Character Dinner, einem Treffpunkt mit Disney Prinzessinnen, auch eine Attraktion in der man interaktiv durch die Geschichte von Schneewittchen läuft.

Das Labyrinth von Alice ist im Gegenteil zu Paris auf die Realverfilmung bezogen, macht aber genauso viel Spaß. Es gibt viel zu entdecken und zu fotografieren.

Die Minenbahn ist äußert beliebt und macht sehr viel Spaß. Vergleichbar mit BTM fährt man hier allerdings durch das Bergwerk der Sieben Zwerge.

Weiter geht´s zu Treasure Cove – der Heimat der Piraten, wo es viel zum Anschauen gibt. Begehbare Schiffe mit allerlei zum Ausprobieren und Anfassen, kleine Gassen und eine Stuntshow laden dazu ein. Das absolute Highlight für uns war hier die Attraktion Pirates of the Caribbean – battle for the sunken treasure. Wie in Paris fährt man mit Booten durch die Welt von Jack und ….Trommelwirbel….Davy Jones, denn der Ride befasst sich mit dem zweiten Teil der Geschichte um diesen legendären Kapitän. Es gibt viele Animationen, große Leinwände die Teile der Geschichte erzählen und sehr schöne, aufwendige und detaillierte Kulissen. Bei jeder Fahrt dachten wir, dass uns Davy Jones gleich ins Boot springt, so echt sah er aus.

Das Highlight der Treasure Cove für die Chinesen war eindeutig Explorer Canoes. Eine Gruppe von Chinesen sitzt dabei in einem Paddelboot und fährt im Kreis über einen angelegten See. Dabei muss man wirklich selber paddeln. Aufgrund der Hitze und der langen Wartezeit haben wir dies allerdings nicht gemacht.

Der letzte Bereich ist Adventure Isle. Hier findet man Roaring Rapids – eine Wildwasserrafting-Bahn, Soaring over the Horizon, Camp Discovery mit verschiedenen Trails, dem Happy Circle und der Show Tarzan.

Adventure Isle ist ganz im Stil von Abenteurern gehalten. Abenteuerlich und ein wenig nass wurde es in Roaring Rapids, wo die eine oder andere Überraschung auf uns gewartet hat.

In Soaring over the horizon flogen wir über Sehenswürdigkeiten verschiedener Länder bei der viele Sinne angesprochen wurden.

Das Camp Discovery ist der Ort für große und kleine Entdecker. Ausgrabungsstätten, Erkundungspfade und ein Kletterparcours erwecken in jedem den Abenteurer. Die Challenge trails haben uns besonders gefallen. Per Gurt abgesichert begibt man sich auf unterschiedlichen Wegen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen vorbei an Wasserfällen und über Abgründe. Vor allem wenn es bereits dunkel ist, ist dies nicht nur eine Herausforderung, sondern auch atemberaubend schön. Auch hier müssen alle Gegenstände in Schließfächer verstaut werden, was das Klettern natürlich angenehmer macht.

Ruhiger wird es im Happy Circle wo man auf verschiedene Figuren aus Zoomania oder König der Löwen treffen kann.

Die Show Tarzan hat uns ebenfalls den Atem geraubt. Mit typisch chinesischer Akrobatik und viel Musik wird die Geschichte von Tarzan erzählt.

Die Parade fand täglich 2mal statt und hat uns sehr gut gefallen. Neben anderen Wägen und Figuren war es vor allem die Musik, die uns begeistert hat. In der Sommerzeit gab es eine Vorparade (Duffy´s Splashing Pre-Parade) bei der man gut nass geworden ist. Bei der Hitze eine willkommene Abwechslung. Auch hier war die Musik großartig.

Läden und Restaurants

Natürlich beherbergt auch das Disneyland Shanghai viele verschiedene Läden und Restaurants. Neben spezialisierten Läden wie der Be our guest Boutique zu den Disney Prinzessinnen, dem Hundred Acre Goods zu Winnie Pooh und dem Whistle Stop Shop mit allerlei rund um Duffy und ShellieMay, kommt hier jeder auf seine Kosten und geht garantiert mit mindestens einer Disney Tüte aus dem Park.

Die Restaurants sind jedem Bereich angepasst. Besonders gut gefiel es uns in Barbossa´s Bounty und der Tangled Tree Tavern (gehalten wie Zum Quietscheentchen aus dem Film Rapunzel). Absolut leckere Burger gab es im Stargazer Grill im Tomorrowland.

Jedes Restaurant bietet typisches FastFood, aber auch chinesisches Essen an. Die Vielfalt ist großartig und mit 75 bis 100 Yuan auch im normalen Freizeitpark-Preis-Segment.
Standardmäßig bekommt man Stäbchen, erhält aber auf Nachfrage auch Messer und Gabel. Man sollte dennoch wenigstens einmal die Stäbchen benutzen, auch wenn man sich vor der versammelten Mannschaft zum Clown macht und das Essen dreimal länger dauert.

Neben Restaurants gibt es auch jede Menge Snack Stationen, die ebenfalls eine große Vielfalt bieten. Vom Hot Dog bis hin zur ganzen Truthahnkeule ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Besonders hervorzuheben – positiv oder negativ

Es gab einige Dinge, die wir als sehr positiv empfunden haben, die sich auch von Paris unterscheiden, sowie negative.

Ein besonders schönes Erinnerungsstück sind Disneyland Shanghai Pässe, welche man in den Stores kaufen kann. Anhand des Passes begibt man sich durch den ganzen Park und muss an verschiedenen Automaten Stempel sammeln und kleine Aufgaben erfüllen. Alleine durch so einen Pass hat man eine erste Rundreise durch den Park unternommen. Hat man alle 14 Stempel eingesammelt, so gibt es einen Completion Stamp und man erhält eine kleine Belohnung. Diese Idee fanden wir richtig toll, da man somit eine erste Tour durch den Park unternimmt und ein schönes Andenken für Zuhause erhält.

Ich als Mädchen musste auf keiner Toilette anstehen und warten, da die Chinesinnen die europäischen Toiletten nicht nutzen. Auf jeder Toilette sind aber mehrere Europäische vorhanden, sodass ich mir „meine“ praktisch aussuchen konnte. Dies hat selbstverständlich einen kulturellen Hintergrund, war aber sehr angenehm.

Da wir Raucher sind, fanden wir auch die vielen Raucherstationen sehr gut. Man musste nicht lange suchen, da im ganzen Park mindestens 16 Stationen vorhanden sind. Dadurch verfällt auch die Versuchung doch mal an einer Stelle zu rauchen, wo es eigentlich nicht erlaubt ist, nur weil die nächste Ecke weiter weg ist.

Die Fastpässe in jedem Bereich des Parks werden für alle verfügbaren Attraktionen an einem zentralen Ort vergeben. Direkt am Morgen ist dort meist die Hölle los, sodass man lieber erst einmal zur Attraktion geht um kurze Wartezeiten zu nutzen und anschließend einen Pass holt. Auch hier kann man nach 2 Stunden einen neuen Fastpass erhalten.

Beim Fastpass kommen die anfangs erwähnten Fotos ins Spiel.

Beim Einlösen des FP wird der QR Code gescannt und das Foto mit dem Gast abgeglichen. Somit wird Missbrauch unmöglich gemacht und keiner kann fremde FP nutzen. Wie wir finden eine super Idee.

Die Chinesen scheinen nicht viel wert darauf zu legen Figuren zu treffen, sodass die Wartezeiten dort maximal 5 Minuten betrugen. Für Unterschriften- bzw. Fotosammler somit das Paradies.

Von Paris waren wir es gewohnt teilweise Stunden vor einem Event (z.B. des Feuerwerks) an einem guten Ort zu stehen. In Shanghai war dies nicht nötig. Die Chinesen sind meist erst zur Stelle, sobald die Musik ertönt oder man etwas sieht. Somit hat man genügend Zeit sich „seinen“ Platz suchen zu können.

Sobald das Absperren für Paraden beginnt, gibt es an verschiedenen Stellen CM´s, welche kleine Spiele mit den Gästen spielen (Ringe werfen). Bei Gelingen gibt es kleine Goodies wie Sticker oder Bilder von Mickey und Co. Das hat uns sehr gefallen, denn man kam in Interaktion mit den CM´s, wurde beschenkt und verkürzte die Wartezeit.

Selbst im Park wird kaum Englisch gesprochen, sodass wir ohne Übersetzungsapp praktisch aufgeschmissen gewesen wären. Es findet sich zwar immer mal jemand der ein paar Brocken Englisch spricht, aber vor allem bei Fragen oder in Shops ist das doch anstrengend.

The chinese attitude

Schwer fiel es uns mit der chinesischen Art und Weise klar zu kommen. Da wird gedrängelt und vorgedrängelt, geschubst, keinerlei Körpergeräusche unterdrückt, Müll überall entsorgt, man ist sehr laut und Kinder dürfen prinzipiell alles.

Für einen Europäer sind all dies Dinge, an die man sich erst gewöhnen muss. Im Enddefekt bleibt dabei allerdings nur Augen zu und durch.

Das Disneyland Shanghai hat auf einige dieser Verhaltensweisen reagiert und die Aktion Be a Star Guest ins Leben gerufen. Auf verschiedenen Plakaten bewerben die Figuren von Zoomania dass Müll in Mülleimer gehört, man in Warteschlangen nicht vordrängelt, auf Anweisungen zu hören hat und sogar, dass man seine kleinen und großen Geschäfte auf der Toilette zu verrichten hat. Ein Verstoß gegen Letzteres ist uns Gott sei Dank im Park nicht begegnet, aber dass man diese Regel offenkundig aussprechen muss zeigt schon einiges.

Für Gäste die sich an diese Regeln halten, können CM´s einen Button vergeben, der den Träger als Star Guest identifiziert. Eine schöne Idee wie wir finden mit der Hoffnung, dass sie auch bei allen Besuchern Anklang findet.

Wir haben den Eindruck erlangt, dass Chinesen wenig mit der Disneymagie anfangen können. Jeder hetzt durch den Park, es wird sich nichts angeschaut und man ist nur auf den nächsten Adrenalinkick aus. Dies merkte man vor allem beim Frozen Sing Along und dem Feuerwerk. Kein anderer sang mit oder klatschte im Takt, während ich die Frozen Songs auf Deutsch niederschmetterte und förmlich ausflippte oder während des Feuerwerks schunkelte und vollauf begeistert war. Der Chinese dagegen zückte nur das Handy und ging anschließend. Am Unvorstellbarsten für mich war: KEIN (oder nur sehr spärlicher) APPLAUS. Nicht nach dem Feuerwerk und nur seeeehr zögernd nach den Shows Frozen und Tarzan. Da wurde einem was Tolles geboten, was man sich aber eben nur anschauen konnte ohne Adrenalin. Das war den Chinesen offensichtlich keiner großen Belobigung wert.

Sobald der Chinese allerdings aktiv in etwas beteiligt ist, flippt er förmlich aus. Sei es, dass er bei der Summer Blast Show vor der Bühne klitschnass gespritzt wird oder während der Mitmachaktionen vor den Paraden etwas leisten kann.

Wir als Europäer in China

Anders als erwartet waren wir totale Exoten in Shanghai. Wir möchten nicht wissen auf wie vielen Fotos wir abgelichtet wurden. Meist versuchte man heimlich zu fotografieren, dies aber so offensichtlich, dass man es mitbekam. Anfangs ist dies noch recht witzig, aber irgendwann einfach nur noch nervend und störend. Aber wie bereits erwähnt, Augen zu und durch.

Bei den CM´s sind wir selbstverständlich genauso aufgefallen (mein Mann blond und mit Vollbart und ich mit selbstgenähten I-Aah Ohren, I-Aah Schwanz am Po und ebenfalls blond), was allerdings nicht zu unserem Nachteil war.

Wir haben so viele Goodies geschenkt bekommen, wurden zu den Paradenspielen praktisch gezwungen, weil man uns unterhalten wollte und ich habe noch nie in meinem Leben so vielen fremden Menschen zugewunken wie in diesem Urlaub.

Einfach ein Lächeln aufsetzen und jedem zuwinken und schon macht man jeden Chinesen glücklich.

Am letzten Tag bekamen wir dann sogar die Star Guest Medaille der Be a Star Guest Aktion verliehen. Eine nette CM, die wir schon öfter gesehen hatten, teilte ihrem Vorgesetzten mit, dass wir bereits die ganze Woche da wären und uns vorbildlich verhalten (woher sie das nur wusste, Big Brother is watching you?!?). Mit einer kleinen Ansprache und Dankesworten übergab man uns den Button und es wurden noch mehr Fotos von uns alleine und mit CM´s gemacht. Wir haben uns sehr gefreut, denn wann wird einem schon mal so eine Ehre zuteil 🙂

Unser Fazit:

Das Disneyland Shanghai ist ein großer, moderner Park mit schönen Attraktionen. Klassiker, sowie Neuheiten wurden schön kombiniert und der Ausbau wird vorgenommen (hinter einem Absperrzaun konnten wir schon den RC Racer sehen).

Alle sind bemüht den Park, die Anlagen und Toiletten sauber zu halten. Wir haben den Eindruck, dass selbst das Essen liebevoller zubereitet wird.

Die CM´s geben ihr Bestes, wobei es da zum einen an den Englischkenntnissen gegenüber Ausländern, zum anderen an den Verhaltensweisen der chinesischen Besucher hapert. Aber das wird die Zeit sicher ändern.

Wir waren von Montag bis Freitag da und konnten uns alles mit der nötigen Ruhe anschauen und erleben. Mittwoch und Donnerstag waren die Tage mit dem wenigsten Besucheraufkommen.

Wenn man sich die Zeit nimmt und sich nicht von der Hektik der Chinesen anstecken lässt, kommt auch in diesem Park die typische Disneymagie zum Vorschein – man muss sie allerdings zum Teil auch im Herzen tragen – ganz von alleine ist sie nicht überall vorhanden.